Dietmar Paetzold


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Fotografie - Scan - Objekt - Installation - Collage - Verwischung



In der Informations- und Mediengesellschaft, in der wir heute leben, ist der Mensch täglich einer Flut von Sinneseindrücken ausgesetzt. Die Fülle insbesondere der visuellen Reize, die auf das menschliche Auge bzw. das menschliche Gehirn einströmt, erschwert in zunehmendem Maße die Konzentrationsfähigkeit des Betrachters auf ein einzelnes optisches Signal seiner Umgebung und führt zu einer Auflösung von Wirklichkeitswahrnehmung.

Diesen Prozess nimmt Paetzold in seinen Arbeiten auf, indem er Schrift und Abbildung auf Fragmenten vorgefundener Darstellungen verwischt, verzerrt und zum Streifbild reduziert. Oder er zerreißt vorhandenes Bildmaterial, knüllt es, beraubt es seiner ursprünglichen Aussage, seines ehemaligen Informationswertes, reiht aneinander, füllt verschiedenste Behältnisse, dokumentiert und archiviert.

Auch in den seit 2005 entstandenen Fotografien und Scans dominiert das Momenthafte, das Flüchtige. Aber es geht Paetzold nicht darum, den flüchtigen Augenblick zu bewahren und ins Bewusstsein zu rücken, sondern darum, die Schnelllebigkeit und Rasanz unserer Zeit zu konstatieren und zu benennen.

Daneben entstehen aber auch Fotografien, in denen die Bildinformation nicht mehr bis zur Unkenntlichkeit verändert wird, nicht mehr verloren zu gehen droht, sondern – gelöst aus ihrem ursprünglichen funktionalen Kontext – zum Ausgangspunkt immer neuer Konstellationen und Zuordnungen wird. Ob durch Stauchung und Streckung in seiner Ausdehnung verändert, durch Spiegelung und Montage vervielfacht und aneinandergereiht oder durch Verschieben von Linien und Kanten, von Ebenen und Flächen überlagert, ordnen sich Bildelemente zu irritierenden Gebilden und Szenarien.